Copyright © Alle Rechre vorbehalten. Erstellt von Uschi Reiners  / letzte Aktualisierung am 21. Oktober 2017
Houmt Souk hat etwa 65.000 Einwohner und ist der Hauptort von Djerba. Der Ort hat eine lange Handelstradition. Hiervon zeugen mehrere alte Karawanserei. Schon die Römer gründeten hier einen Ort namens Griba. In Houmt Souk befinden sich viele touristische Einkaufsmöglichkeiten, die Verwaltung der Insel und ein kleiner Fischereihafen. Sehenswert ist die Festung Bordj-el-Kebir (eine Piratenfestung) und das Volkskundemuseum.
In Guellala werden auch die berühmten tunesischen Keramikwaren hergestellt und Touristen können den Einheimischen gern, für ein kleines Entgelt, über die Schultern zu schauen.
Neue Frau von Heinz  “Fatima „
Meninx liegt im Südosten Djerba’s am Meer und war in der Antike der Hauptort der Insel es ist eine archäologische Stätte an der südöstlichen Küste in der Nähe des Römerdammes. Es handelt sich um eine antike Stadt die von den Phöniziern gegründet wurde. Die Ausdehnung beträgt etwa zwei Kilometer mal 0,8 Kilometer - evtl. liegt auch ein Teil unter dem Meeresspiegel. Genauere Daten hierzu fehlen, da gründliche Ausgrabungen noch nicht stattgefunden haben. In römischer Zeit war es die Hauptstadt der Insel und besaß Thermen, ein Amphitheater, Theater, Basilika. Das Areal der antiken Stadt bietet sich auf den ersten Blick recht unspektakulär dar. In dem flachen, leicht hügeligen Küstengelände sind, zwischen ausgedehnten Abfallhaufen von Purpurschneckengehäusen, lediglich die spärlichen Mauerreste weniger, weit verstreuter Bauten zu erblicken. Aber bereits beim zweiten Blick wird das enorme Potential der Stätte deutlich. Im Bereich um das Forum liegen etliche reich dekorierte marmorne Architekturglieder, die von der Existenz prächtiger Monumentalbauten und vom Reichtum der Stadt in der mittleren und späteren Kaiserzeit zeugen.
Die Fadhloun-Moschee Auf der Straße von Midoun nach Houmt Souk befindet sich nach ungefähr 4 km die Ibaditen Moschee Fadhloun. Die weiß Moschee wirkt im Inneren wie eine Festung. Weil sie nicht mehr aktiv zum Beten genutzt wird, kann sie auch von Touristen, welche keine Muslime sind, betreten werden.
Es handelt sich um ein ländliches Monument, das am Rand des (Khazroun-Viertels im Nordosten der Insel unweit der archäologischen Ausgrabungsstätte Henchir Bourgou liegt.Die Moschee gehörte ursprünglich den Ibaditen (Anhän-ger des Ibaditismus, eines religiösen Ritus) und ging später auf die Malekiten (Anhänger des Malekitismus, einer anderen Glaubensrichtung) über. Aufgrund von architektonischen Angaben sind die Forscher der Meinung, dass diese Mo-schee aufgrund von architektonischen Daten ähnlicher Moscheen höchstwahr- scheinlich vom 8. Jh. der Hedschra (14. /A. der christlichen Zeitrechnung) datiert. Der Bau besteht aus den folgenden Teilen : Gebetssaal oder Mesjed in Jerba bezeichnet man mit dem Wort "Jaami "der Gebetssaal samt seiner umliegenden Nebengebäude und mit "Mesjed" nur den Gebetssaal) in der Mitte eines von Mauern umschlossenen Hofs mit einem Eingangstor an der Ostseite; der Fuß-boden ist weißgekalkt. Die inneren Nebengebäude bestehen aus einem Hauptraum (damals beher-bergte er die später in einen Raum an der Ostseite der Südfassade verlegte Koranschule). Zu beiden Seiten (Nord und Südseite) liegen zwei kleine Räume, die jeweils als Unterkunft und Lager für Nahrungsmittel dienen. Zu den äußeren Nebengebäuden gehören Midha (Raum für rituelle Waschungen) und Outtab (Koranschule) sowie Mühle und Bäckerei an der Nordostseite. Offensichtlich ist die Moschee in ihren ursprünglichen Zustand erhalten. Im Laufe der verschiedenen Entwicklungsphasen wurden jedoch Einrichtungen angefügt, damit das Monument seine Aufgaben erfüllen konnte. So bestätigt die Koranschule die erzieherische Funktion der Moschee. Die Mühle und die Bäckerei (19. Jh.) belegen es, dass die Moschee eine eigene Einkommensquelle hatte und ihre Ausgaben bestreiten konnte. Außerdem zeugt die Architektur von Verteidigungszwecken. Diese Moschee gehörte nämlich zu einer Kette von Moscheen, die nicht weit von der Küste lag und als zweite Ver-teidigungslinie diente. Ihre Aufgabe bestand darin, die Überwachungslinien an der Küste (Bastionen, Mausoleen, Wachtürme, usw.) Zu unterstützen. An der Nordostecke des Saals befindet sich die Treppe, die zum Minarett hinaufführt. Sie ruht auf Olivenbaumstämmen. Der fast quadratische Raum (7,5 x 7,2 m) hat eine Decke aus neun Kreuzgewölben und zwei loche, die parallel zur Südostwand (nach Mekka gerichtete Qibla-Wand) verlaufen, Jedes Joch verfügt über drei halbrunde Bögen aus zugerichteten Steinen, die von Säulen aus behauenen Steinen getragen werden. In der Mitte der Südostwand (auf Seite der Qibla) ist ein Mihrab (nach Mekka weisende Gebetsnische) in Form einer einfachen, mit kleinem Bogen aus zugerichteten Steinen verzierten Nische einge-richtet worden. Neben dem Mihrab steht ein dreistufiger Minbar (Predigtkanzel des Imam) aus Mauerwerk. Die Schlüsselsteine sind mit glasierten Keramiktellern geschmückt, von denen nur zwei erhalten geblieben sind. Während der eine Teller eine braune, vierblättrige Blume auf hellgelbem Grund innerhalb eines braunen Kreises mit umlaufender, gewundener Linie zeigt, weist der andere geometrische Figuren auf. An der Nordostecke des Saals befindet sich die Treppe, die zum Minarett hinaufführt. Sie ruht auf Olivenbaumstämmen. Die erste Stufe grenzt am Eingang der Moschee an.
Mit 4000m² funktioneller Fläche ist das Museum von Guellala einer der größten Kulturanlagen des Landes. Es verfügt über zahlreiche spezialisierte und voneinander unabhängige Pavillons. Jeder dieser Pavillons stellt ein eigenes Thema dar : Feste, Tradition, Kleidung, Kunsthandwerk, Mythen und Legenden, die  ursprüngliche Architektur, traditionelle Musik, eine Kunstgalerie, eine Galerie von Mosaik- Kunst,eine Galerie von arabische Calligraphie und eine Galerie von Biskri.
Patrimony Museum Djerba
Bilder vom Museum von Guellala - Djerba
Bildergalerie Kunstmuseum Guellela - Djerba  -  06.09.2010