Copyright © Alle Rechre vorbehalten. Erstellt von Uschi Reiners  / letzte Aktualisierung am 21. Oktober 2017
Porto Cristo, ein altes mallorquinisches Fischerstädtchen an der Ostküste von Mallorca. Hauptsächlich bekannt ist der Ort durch die Tropfsteinhöhlen Coves del Drac und Coves del Hams, die auf der gesamten Insel von Veranstaltern als Touristenattraktion angeprie- sen werden und somit für entsprechend viele Tagesausflügler sorgen. Ansonsten ist Porto Cristo aber vom Massentourismus verschont geblieben, wodurch sich Hotelneubauten sehr in Grenzen halten und der Ort sich noch vieles von seinem ursprünglichen Charme bewahren konnte. Der Name Porto Cristo geht der Legende zufolge auf einen im Jahr 1260 aus höchster Seenot geretteten Seemann zurück, der aus Dank für seine Errettung vor Ort ein Kruzifix aufstellte. Der Ort selbst wurde erst im Jahr 1888 gegründet. Bis dahin war Cala Manacor Schutzhafen für die Fischer der Region Manacor.
Geprägt wird der Ort durch seinen schönen Yachthafen, auf dessen Ostseite der Club Nautico de Porto Cristo die Szenerie bestimmt. Innerhalb des Clubs befinden sich ebenfalls eine nette Bar und ein gutesRestaurant. Direkt im Anschluss befindet sich ein kleiner aber feiner Sandstrand, der zum baden und sonnen einlädt.
Die Cuevas Del Drach („Drachenhöhlen“) befinden sich an der Landstraße Carretera de les Coves Richtung Cales de Mallorca und grenzen unmittelbar südlich an die Bebauung des Ortes Porto Cristo an. Der Eingang zu den Höhlen liegt nahe der Avinguda d’en Joan Servera Camps, einer Straße die weiter in Richtung Küste zum Torre dels Falcons führt. Das Tropfsteinhöhlensystem der Coves del Drac erstreckt sich über 1700 Meter, von denen etwa ein Kilometer begehbar ist. In ihm befindet sich der größte unterirdische See Europas und einer der größten der Welt, der Llac Martel oder Martelsee. Benannt ist der See nach dem französischen Höhlenforscher Édouard Alfred Martel, dem es 1896 gelang, etwa 1300 Meter des Höhlensystems zu erforschen und zu kartografieren. Der Llac Martel ist 177 Meter lang und durchschnittlich 40 Meter breit, bei einer Tiefe bis zu 9 Metern. Heute werden auf ihm täglich klassische Konzerte aufgeführt, bei denen sich die Musiker auf einzelnen Booten befinden, die sich durch die Grotte bewegen. Die Lichtspiele in den ab 1935 für Besucher geöffneten Höhlen stammen noch aus dem Jahr 1934 von dem Ingenieur Dr. Carles Buïgas i Sans.
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