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Copyright © Alle Rechte vorbehalten. Erstellt von Uschi Reiners  | letzte Aktualisierung  August 2013

Der 2 km östlich von Le Pétrin gelegene Kratersee Grand Bassin, von Hindus auch Ganga Talao („See des Ganges“) genannt, ist die größte hinduistische Pilgerstätte außerhalb Indiens.

Unter der Woche herrscht am Grand Bassin idyllische Ruhe. Ein ganz anderes Bild bietet sich wenn zwischen Ende Februar und Anfang März das Maha-Shivaratree- Fest zelebriert wird: dann begeben sich mehr als 400 000 Gläubige auf Pilgerreise zu dem heiligen See und bringen den Gottheiten Opfer dar.

Der Legende nach ist der Kratersee mit dem heiligen Fluss Ganges in Indien verbunden. Shiva, der Gott der Zerstörung und Erhaltung, und seine Gattin Parvati flogen einst mit einem Schiff um die Erde. Shiva wollte seiner Frau die schönsten Plätze der Erde zeigen, so machten die beiden auf der Insel Mauritius Halt. Shiva trug während seiner langen Reise den Fluss Ganges auf seinem Kopf, um die Welt vor Überschwemmungen zu schützen. Als die beiden auf Mauritius landen wollten, verschüttete Shiva versehentlich Wasser des Ganges. Die Tropfen flossen in einem Kraterloch zusammen- so entstand Grand Bassin.

Rund um den Kratersee befinden sich zahlreiche Tempel, kleine Opferschreine, und bunte Götterstatuen. Vor dem Haupttempel, direkt am Ufer des Sees, thront eine Figur von Mutter Ganga, der Verkörperung des heiligen indischen Flusses, sowie des Affengotts Hanuman, des Elefantengotts Ganesha. Zu Ehren der Gottheiten legen Betende kleine Opfergaben, wie Kokosnüsse und Bananen vor den Statuen nieder. Im Inneren der Tempel lassen sich viele weitere Abbildungen und in bunten Stoff gehüllte Figuren von Gottheiten wie Vishnu, Lakshmi, Krishna bewundern.

Etwa 2 km entfernt von Grand Bassin ragt eine imposante Statue des hinduistischen Hauptgottes Shiva in den Himmel. Man sollte es sich nicht entgehen lassen hier einen Stopp einzulegen und die beeindruckende, 33m hohe Statue auf sich wirken lassen.

Andersgläubige und Touristen sind in den Tempelanlagen willkommen. Die toleranten Hindus stören sich nicht an der Präsenz der Besucher.

Als wir am diesem 1. November 2001 da waren, bot sich uns ein beeindruckendes Bild. Am Eingang in den Tempelbereich kam uns schon ein intensiver, aber nicht aufdringlicher Duft entgegen. Man war sofort eingenommen von der Atmosphäre die dort herrschte.

Unser Taxifahrer, der selbst ein Hindu ist, bot sich an uns durch die Tempelanlagen zu führen, um uns die einzelnen Altare und Ritualien zu erklären. Dabei umgab uns ein permanenter Geruch von Räucherstäbchen wie Sandelholz, Moschus u.a. unbekannten Düften. Man war im Nachhinein ein wenig benebelt von diesen Gerüchen. Stundenlang danach hatte man diese Düfte noch in der Nase liegen. Für uns war es wieder einmal ein faszinierender Moment den wir dort erleben durften.

Fotografieren außerhalb und innerhalb der Tempel ist erlaubt. Man sollte sich allerdings respektvoll gegenüber den Betenden verhalten und Zurückhaltung wahren. Auch auf passende Kleidung sollte geachtet werden (keine Shorts, Miniröcke, Trägerhemdchen). Bevor man das Tempelinnere betritt, sind die Schuhe auszuziehen.